Teleskop-Technik

Die Teleskoptechnik wird ebenso lange und ebenso erfolgreich wie die Konustechnik in der Zahnheilkunde zur Verankerung eines Zahnersatzes in einem Restgebiß verwandt.

Sie unterscheiden sich im wesentlichen in der Gestaltung der aktiven Flächen. Während bei einer Konuskrone über die ganze Höhe der Konus gehalten wird, ist der Anteil bei der Teleskopkrone geringer, nämlich nur 3 bis höchstens 6mm. Diesen Anteil zu reduzieren ist dann wichtig, wenn der Halt der aufnehmenden Zähne im Kieferknochen als nicht mehr ganz so gut einzustufen ist. Höhere Abzugskräfte sind in einer solchen Situation zu vermeiden. Das Arbeitsprinzip einer Teleskopkrone ist vergleichbar mit dem von Kolben und Zylinder. Der Halt kommt also durch Reibung zustande. Teleskopkronen verlieren daher im Laufe der Jahre durch den Substanzverlust immer mehr den Halt. Nach ca. 10 Jahren sind die Reserven verbraucht. Durch spezielle Manipulationen durch den Zahntechniker kann die Abzugskraft wieder erhöht werden und so eine Neuanfertigung hinausgezögert werden.

Sonderform Resilienz-Teleskop

Die Resilienz-Teleskop-Prothese (RTP) stellt eine Spezialform der teleskopierenden Prothese dar: Manchmal müssen die restlichen Zähne besonders schonend behandelt werden. Daher stellt man einen Gleitweg von 0,3 - 0,5 mm für den Ersatz ein. Um diesen Betrag sinkt die Prothese bei Belastung ein, weil die Mundschleimhaut bei flächiger Belastung in dieser Größenordnung komprimiert wird.